1Überlegen Sie, bevor Sie etwas im Netz veröffentlichen
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Kostenlos telefonieren, Nachrichten mit Bildern und Videos unkompliziert verschicken, Freunde in sozialen Netzwerken treffen - das sind nur einige Vorteile, die uns das Internet bietet. Während ein menschlicher Gesprächspartner das Gesagte allerdings schnell wieder vergisst, ist das Internet ein Gedächtnis-Profi. Daher sollten Sie sich gut überlegen, ob Sie den gerade gehörten Witz oder das Foto der letzten Party auch in ein paar Monaten noch lustig finden.
2"Ich habe heute Geburtstag" - ein gefährlicher Satz
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Vielleicht ärgern Sie sich einfach nur, wenn Sie über vorschnelle Internet-Einträge von früher stolpern. Leider können bestimmte Informationen in den falschen Händen aber auch gefährlich werden. Vor allem vollständige Namen, Adress- und Geburtsdaten sollten Sie dem Netz nicht unüberlegt anvertrauen. Die scheinbar harmlose Mitteilung "Ich habe heute Geburtstag" kann genügen, um Fremden Zugriff auf Ihre geheimsten Daten zu ermöglichen. Das Internet merkt sich leider nicht nur, was Sie sagen, sondern auch wann. Und Kombinationen aus echtem Namen und Geburtsdatum sind auch heute noch ein heißer Tipp - etwa für das Webmail-Passwort.
3Apropos Passwörter
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Wenn Kombinationen aus Namen und Geburtsdaten keine gute Idee für Passwörter sind, sind es 123abc, qwertz und passwort erst recht nicht. Die Faustregel: Passwörter sollten aus mindestens 10 Zeichen bestehen und Groß- und Kleinbuchstaben, sowie Zahlen und Sonderzeichen enthalten. Das bringt Sicherheit - aber auch Passwörter, die man sich nur schwer merken kann. Zum Glück gibt es einen einfachen aber effektiven Trick: Der Satz "Zwei Kilo Kirschen wiegen genau 2000 Gramm!" lässt sich etwa durch das Passwort "2KKwg2000g!" ausdrücken. Und das lässt sich doch schon viel leichter merken.
4Unverschlüsselte Daten öffnen Dieben Tür und Tor
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Würden Sie das Haus verlassen, ohne vorher die Tür abzuschließen? Wahrscheinlich nicht. Mit Ihren Daten sollten Sie dasselbe machen. Dies gilt grundsätzlich für alle mobilen Daten, wie Notebook-Festplatte und USB-Stick. Wer seinen USB-Stick mit unverschlüsselten digitalen Briefen samt Adresskopf am Schlüsselbund spazieren trägt, darf sich über die sauber ausgeräumte Behausung kaum wundern. Zusätzlich zu allen mobilen Datenträgern sollten Sie grundsätzlich sensible Dokumente auf Ihrem Heim-PC verschlüsseln. Dann bieten Sie neugierigen Blicken wenig Angriffsfläche.
5E-Mails sind wie Briefe
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Eine E-Mail stellen sich viele als elektronischen Brief vor. Dabei ähneln E-Mails eher Postkarten: Wer sie in die Finger bekommt, kann sie lesen. Das ist jetzt aber kein Grund zur Panik. Bei einer Papier-Postkarte gehen Sie schließlich auch davon aus, dass sie niemand aus dem Briefkasten fischt. Und auch bei einer E-Mail müssten sich Briefräuber anstrengen, um an den Inhalt zu gelangen. Dennoch werden E-Mails prinzipiell unverschlüsselt übertragen. Dies sollten Sie beherzigen, wenn Sie sensible Informationen per E-Mail verschicken.
6"Millionärserben gesucht" - Betrüger gefunden
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Per E-Postkarte können täglich eine ganze Reihe weiterer Gefahren in unser Postfach flattern. Bei SPAM-Mails ist dies nervig, bei gezieltem Passwortklau (Phishing) oder ausgeklügelten Betrügereien (social engineering) gefährlich. Daher sollten Sie bei E-Mails, deren Absender Sie nicht persönlich kennen, vorsichtig sein - vor allem dann, wenn Sie Daten preisgeben oder auf Links klicken sollen. Der sprichwörtliche "gesunde Menschenverstand" reicht leider nicht immer aus. Viele Betrugsversuche sind heute alles andere als plump und ködern mit Informationen, die eigentlich nur gute Freunde kennen dürften. Spätestens, wenn Ihnen jemand freiwillig Geld oder vermeintlich verführerische Bilder anbietet, sollten die Alarmglocken schrillen.
7Vorsicht vor fremden Rechnern - und Netzwerken
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Dass man bei E-Mails mit unbekannten Absendern zumindest vorsichtig sein sollte, leuchtet ein. Aber mit dem eigenen Notebook im Internet-Café fühlen sich viele sicher. Sicherheits-Programme und die viel zitierte Firewall nützen Ihnen aber wenig, wenn die Daten im Internet-Café über ein unverschlüsseltes drahtloses Netzwerk übertragen werden. Wenn Sie die Sicherheitseinstellungen in einem fremden Netzwerk nicht kennen, sollten Sie daher sehr vorsichtig sein, welche Daten Sie senden und empfangen. An öffentlichen Terminals, also unbekannten Rechnern in unbekannten Netzwerken, ist daher gleich doppelte Vorsicht geboten.
8Wie Sie gute von bösen Webseiten unterscheiden
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Bei zwielichtigen Internet-Angeboten gibt es sie und in Tauschbörsen lauern sie sowieso - die "Gefahren im Internet". Wer sich von derartigen Seiten fernhält, ist sicher im Netz unterwegs. Leider nein - denn auch renommierte Webseiten sind nicht vor geschickten Tricksern sicher. Wer nach sensiblen Daten wie Adressen oder gar Kontoinformationen gefragt wird, sollte auch auf vermeintlich sicheren Seiten doppelt kontrollieren. Schon ein Blick in die Adresszeile kann Buchstabendreher entlarven, die den Unterschied zwischen echter und gefälschter Webseite ausmachen. Beim Senden einer Kreditkartennummer oder ähnlich sensiblen Informationen sollten Sie zudem auf die Buchstabenkombination "https://" in der Adresszeile bestehen. Denn nur wenn Sie dieses Schlüsselwort finden, werden die Daten auch wirklich verschlüsselt übermittelt.
9Vorsicht vor gutgemeinten Tipps
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Die Benutzerkontensteuerung nervt, die Firewall vermiest das Online-Rollenspiel und Backups müllen die Festplatte zu. Viele gut gemeinte Tipps, dieses oder jenes abzuschalten oder zu unterlassen, versprechen mehr Leistung bringen aber nur eines: weniger Sicherheit. Benutzerkontensteuerung und Firewall gehören bei Windows-Systemen zum Sicherheitskonzept. Teile davon sollten Sie auch nicht "mal zwischendurch" abschalten. Wie bitter Datenverlust sein kann, weiß man immer erst dann, wenn wirklich einmal wichtige Dateien futsch sind. Investieren Sie hier lieber in eine weitere externe Festplatte und sparen Sie nicht an Ihrer Sicherheit.
10Aktualität - Die goldene Regel
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"Halten Sie Ihr Betriebssystem und die installierte Software auf dem aktuellsten Stand". Wahrscheinlich gibt es keinen häufiger zitierten Sicherheitstipp als diesen. Und das zu Recht. Software-Anbieter erneuern ihre Programme regelmäßig mit neuen Versionen, um bekannte Sicherheitslücken zu schließen. Eine unbekannte Sicherheitslücke ist gefährlich genug. Aber bekannte Lecks können selbst von Möchtegern-Cyberkriminellen für üble Zwecke missbraucht werden. Machen Sie es den digitalen Dieben möglichst schwer und halten Sie Betriebssystem und installierte Software auf dem aktuellsten Stand.